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Wie eine Praxis Ruf aufbaut, ohne die Grenze zu überschreiten

Für medizinische Praxen gelten zusätzliche Schranken: über das Leiden wird nicht gesprochen, Ergebnisse werden nicht versprochen, im Namen eines Patienten wird nichts geschrieben. Hier ist eine regelkonforme Art zu fragen, und ein Text für den Empfang.

Die Grenzen, die eine medizinische Praxis nicht überschreiten darf

Praxen, Zahnarztpraxen, Physiotherapie und Heilpraktiker unterliegen Schranken, die ein Laden oder ein Restaurant nicht kennt. Sie zu überschreiten kann deutlich mehr kosten als eine gelöschte Bewertung: es kann das Berufsrecht berühren.

  • Sprechen Sie beim Fragen nie über das konkrete Leiden oder die Behandlung eines Patienten
  • Lenken Sie einen Patienten nie dahin, ein Ergebnis oder eine Heilung zu behaupten
  • Schreiben Sie nie im Namen eines Patienten und veröffentlichen Sie nie für ihn
  • Tauschen Sie Bewertungen nie gegen kostenlose Termine, Medikamente oder Gutscheine für Kontrollen
  • Veröffentlichen Sie nie etwas, das einen Patienten identifizieren könnte, ohne seine schriftliche Einwilligung

Worüber Sie sprechen dürfen: über den Besuch

Verankern Sie die Bitte im Erlebnis des Praxisbesuchs und nicht im medizinischen Teil, dann bleiben Sie auf sicherem Boden:

  • Wie leicht der Termin zu bekommen war und wie lange gewartet wurde
  • Ob man am Empfang und in der Pflege geduldig war
  • Ob die Fachkraft die Dinge klar erklärt hat
  • Ob die Praxis sauber war und ob jemand seine Sprache sprach
  • Parken, Anfahrt, und wie zügig der Papierkram mit der Versicherung lief

Genau das wägt ein neuer Patient ohnehin ab, und nichts davon berührt die medizinische Beurteilung.

Was der Empfang sagen kann

„War heute alles in Ordnung? Wenn Sie einen Moment haben, können Sie das hier scannen und ein Wort zu Termin und Wartezeit sagen; das hilft uns wirklich, besser zu werden.“

„Sie müssen nichts Medizinisches erwähnen. Es reicht völlig, wenn es um den Empfang und die Praxis selbst geht.“

Laut auszusprechen „Sie müssen nichts Medizinisches erwähnen“ ist zugleich eine Absicherung und eine Art, dem Patienten das Gefühl der Verpflichtung zu nehmen.

Wann man fragt

Beim Hinausgehen, im Moment des Bezahlens oder der Terminvereinbarung, und vom Empfang aus, nicht von der Fachkraft, die eben behandelt hat. Eine Bitte von der behandelnden Person fühlt sich wie Druck an und kann als an die Behandlung geknüpft verstanden werden.

Antworten verlangt mehr Sorgfalt

In einer öffentlichen Antwort dürfen Sie nie bestätigen, ob jemand Ihr Patient ist, und schon gar kein Detail seines Besuchs erwähnen: das wäre ein Bruch der Schweigepflicht. Bleiben Sie im Allgemeinen:

„Danke für Ihre Rückmeldung. Wir haben die Abstände zwischen den Terminen angepasst, nachdem uns mehrfach etwas zu den Wartezeiten gesagt wurde. Wenn Sie darüber hinaus etwas besprechen möchten, rufen Sie in der Praxis an, jemand aus dem Team meldet sich.“

Das lange Spiel

Eine Praxis sieht am Tag weit weniger Menschen als ein Restaurant, deshalb zählt Beständigkeit umso mehr. Zwei oder drei Bitten am Tag ergeben immer noch Dutzende Gelegenheiten im Monat. Lassen Sie die Karte dauerhaft am Ausgangstresen stehen, damit sie Teil des Ablaufs wird und nicht etwas, woran sich jemand erinnern muss.

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