Google-Bewertung wird nicht angezeigt? Was dahintersteckt
Der Kunde schwört, er habe eine geschrieben, und da ist nichts. Oder gestern war sie noch da. Bevor Sie jemanden für einen "Widerspruch" suchen: meist gibt es eine einfachere Erklärung.
Drei verschiedene Fälle
Sie werden völlig unterschiedlich behandelt, und sie auseinanderzuhalten nimmt die halbe Aufregung:
Sie ist nie erschienen. Der Kunde sagt, er habe sie geschrieben, sie stand aber nie in Ihrem Profil. Meist: automatisch gefiltert - oder er hat nie auf Posten getippt.
Sie war da und ist wieder weg. Nachträgliche Filterung. Google prüft nicht nur im Moment des Postens, sondern danach immer wieder.
Sie sehen sie nicht, andere schon. Cache. Anderes Gerät, von Google abmelden, privates Fenster.
Der dritte Fall ist der häufigste und wird am öftesten mit den ersten beiden verwechselt. Schauen Sie erst auf dem Handy einer anderen Person nach.
Warum Google überhaupt filtert
Google lässt automatische Systeme entscheiden, ob eine Bewertung glaubwürdig ist. Sie prüfen nicht, ob der Inhalt stimmt, sondern ob das Muster drumherum nach einem echten Menschen aussieht - Kontohistorie, Zeitpunkt, Gerät und Netzwerk, Sprachbild. Die Regeln sind nicht veröffentlicht, die Entscheidungen nicht begründet, und es passieren Fehler.
Das gleich vorweg: Gefiltert zu werden heißt nicht, dass Sie etwas falsch gemacht haben. Dass bei jedem normalen Betrieb ein Teil der Bewertungen nie ankommt, ist schlicht der Normalfall.
Die sechs üblichen Ursachen
Das Google-Konto des Kunden ist neu und leer. Kein Bild, keine Historie, letzte Woche angelegt - die werden am häufigsten gestoppt.
Die Bewertung enthält einen Link, eine Telefonnummer oder eine E-Mail. Der Kunde ergänzt hilfsbereit "Tel. 0170..." und löst den Spamfilter aus.
Ein Schwung auf einmal. Sonst eine pro Woche, plötzlich fünfzehn an einem Nachmittag. Das fällt auf.
Alle aus demselben Netz. Alle schreiben im Laden-WLAN, eine IP-Adresse.
Werbliche Formulierungen. "Bester Laden der Stadt, muss man gesehen haben" liest sich wie eine Vorlage und wird so behandelt.
Der Kunde hat sie gelöscht oder geändert. Kommt öfter vor als gedacht, gerade wenn er inzwischen woanders war.
Ab wann es auffällig ist
Normalerweise erscheint eine Bewertung binnen Minuten bis weniger Stunden. Fehlt sie nach 24 Stunden noch, behandeln Sie sie als gefiltert - längeres Warten bringt nichts.
Umgekehrt ist es ebenfalls normal, dass eine frische Bewertung in den ersten Tagen verschwindet: die Nachprüfung fällt meist in dieses Fenster.
Vier Dinge, die Sie tun können
Prüfen, ob der Kunde wirklich auf Posten gedrückt hat. Viele schreiben und schließen dann den Tab. Bitten Sie ihn, in seinem Google-Konto unter Beiträge nachzusehen. Das allein erklärt einen guten Teil der "verschwundenen" Bewertungen.
Auf anderem Gerät und Netz gegenprüfen. Schließt den Cache aus.
Wenn sie wirklich entfernt wurde und Sie das für falsch halten: Googles eigenen Widerspruch nutzen. Im Google-Unternehmensprofil unter Bewertungen können Sie eine erneute Prüfung beantragen. Kostenlos, rund zehn Minuten.
Den Kunden nicht mehrfach posten lassen. Dieselbe Person, dieselbe Bewertung, kurz hintereinander - das verstärkt den Verdacht nur.
Was niemand kann
Ganz direkt:
Niemand kann garantieren, dass eine gefilterte Bewertung zurückkommt. Google verspricht das nicht, und kein Dritter hat diese Macht.
Bezahlen erhöht die Chance nicht. Der Widerspruch geht durch dieselbe Tür und dieselbe Prüfung.
Wir machen es auch nicht für Sie. Nicht aus Unvermögen - Darf man Rabatt für eine Google-Bewertung geben? Geld dafür zu nehmen, eine Löschung oder Wiederherstellung zu versprechen, liegt selbst in dem, was Google verbietet.
Wenn jemand Geld nimmt und garantiert, eine Bewertung komme zurück oder eine bestimmte schlechte verschwinde - die Garantie selbst ist das Warnsignal.
Wie Sie seltener gefiltert werden
Auf null kommen Sie nicht, aber die Zahl lässt sich bewegen:
Natürliches Tempo. Ein bis zwei pro Tag ist weit sicherer als zwanzig, aufgespart für einen Nachmittag.
Jeder Kunde mit eigenem Handy und eigenen Daten. Nicht gesammelt im Laden-WLAN und schon gar nicht auf dem Tablet des Betriebs.
Zum Konkreten ermutigen. Ein benanntes Gericht, eine konkrete Leistung, eine konkrete Person - das klingt nach Mensch und überlebt besser als "super, Empfehlung".
Filterung ist ein laufender Posten, kein Scheitern. Über das langfristige Ergebnis entscheidet nicht, wie viele Sie zurückgeholt haben, sondern ob weiter neue dazukommen. Ist der Nenner groß genug, fallen die aussortierten nicht mehr ins Gewicht.
Eine Sache für heute: Gehen Sie zu dem Kunden zurück, der "ich habe eine geschrieben" gesagt hat, und prüfen Sie, ob er auf Posten gedrückt hat. Und wenn dieser Schritt nicht mehr schiefgehen soll: kostenlosen QR-Code anlegen - ein Scan, und der Kunde landet direkt auf Ihrem Profil.
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